Mona Lisa

Ein großes Rätsel der Kunst

Das weltberühmte Gemälde von Leonardo da Vinci ist Anlass für viele Spekulationen. Sicher ist aber in jedem Fall, dass die Frau auf dem Bild nicht Mona Lisa hieß. Wenn überhaupt trug die Dame nur den Namen Lisa.

Wen genau der große Leonardo da Vinci auf dem Gemälde, das im Louvre in Paris ausgestellt ist, porträtiert hat ist mehr als ungewiss. Die gängigste Theorie besagt, dass es sich bei der Frau um die Florentinerin Lisa del Giocondo handelt. Der Künstler soll die Gemahlin des Kaufmanns und Seidenhändlers Francesco di Bartolomeo di Zanobi del Giocondo als Auftragsarbeit angefertigt haben.

Gestützt wird die Annahme durch die Aufzeichnungen von Giorgio Vasari, seines Zeichens Kunsthistoriker und Biograf italienischer Künstler wie Leonardo da Vinci, Raffael und Michelangelo. Er hielt fest, dass Leonardo nach seiner Rückkehr nach Florenz zwischen 1500 und 1506 ein Portrait von Lisa del Giocondo angefertigt habe. Es ist aber nicht sicher, ob damit die bekannte Mona Lisa gemeint ist.

Den Namen hat das Gemälde aber vermutlich dennoch durch die Aufzeichnungen Vasaris erhalten. Lisa del Giocondo hatte aber nicht etwa den Zweitnamen Mona. Vielmehr handelt es sich um einen Fehler. Mona leitet sich vom italienischen Wort „Monna“ ab. Dies ist die Kurzform für Madonna und bedeutet nichts weiter als „Frau“. Der Titel des Bildes müsste also richtig „Frau Lisa“ heißen.

Gegen die Theorie der Auftragsarbeit spricht allerdings die Tatsache, dass Leonardo da Vinci das als Mona Lisa bekannte Gemälde zu Lebzeiten immer in seinem eigenen Besitz hatte. Auch weitere Indizien sprechen gegen die Annahme, es handele sich auf dem Bild um die bürgerliche Lisa del Giocondo.

Weitere Theorien

Um die Dame auf dem Bild ranken sich viele Annahmen und Theorien. Manche sagen, der Maler habe eine heimliche Geliebte gemalt. Da einige Historiker über eine gewisse homosexuelle Neigung des Künstlers mutmaßen, gilt aber auch diese Möglichkeit als unwahrscheinlich.

Eine weitere Theorie besagt, es handle sich auf dem Bild um Pacifica Brandani. Sie war die Geliebte von Giuliano II. de’ Medici. Das Gemälde soll nach dem Tod Brandanis als ein tröstendes Geschenk an den unehelichen Sohn in Auftrag gegeben worden sein. Demnach wäre die Mona Lisa das Abbild einer idealisierten Mutter, denn Pacifica Brandani hätte unmöglich Modell stehen können. Aber auch hier ist fraglich, warum Leonardo da Vinci das Bild dann nach seiner Fertigstellung niemals ausgehändigt haben soll.

Eine weitere nicht unwahrscheinliche Theorie hält die Frau auf dem Gemälde für Isabella von Aragón. Leonardo lebte einige Jahre als Hofmaler in ihrer unmittelbaren Umgebung.

Darüber hinaus werden noch weitere Frauen als potenzielle Kandidatinnen gehandelt. Wirklich lösen wird sich das Rätsel um das Lächeln der Mona Lisa wohl nicht.

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