Weihnachtsstern

Nein hat er nicht! Er besitzt grüne Blüten.

Bei einem flüchtigen Blick könnte man tatsächlich glauben, der Weihnachtsstern (Euphorbia pulcherrima) hätte grell rote Blüten. Es handelt sich allerdings um auffällig gefärbte Hochblätter (Brakteen) und nicht um Blütenblätter. Als Hochblätter bezeichnet man die Blätter, die oberhalb der normalen Laubblätter wachsen und von ihnen in einem oder in mehreren Merkmalen abweichen können. Durch die stark rot eingefärbten Blätter kann man den Weihnachtsstern, der aus der Familie der Wolfsmilchgewächse stammt, als ein Paradebeispiel für Pflanzen mit Hochblätter ansehen.

Die auffälligen Blätter übernehmen für den Weihnachtsstern die Aufgabe, die normalerweise bunte Blüten übernehmen. Sie sollen Insekten anlocken, damit diese die Bestäubung übernehmen.

Die eigentlichen Blüten sind sehr unscheinbar und liegen inmitten der roten Blätter. Sie selbst sind eher grünlich-gelb und auf das wesentliche reduziert. Echte Blütenhüllblätter gibt es nicht.

Seinen Namen hat der Weihnachtsstern (oder auch Adventsstern) daher, dass er speziell für die Zeit vor Weihnachten massenhaft herangezogen wird. Er ist eine sogenannte Kurztagspflanze, die nur dann Blüten ansetzt, wenn sie weniger als 12 Stunden täglich dem Licht ausgesetzt ist. Um pünktlich zur Adventszeit die markanten roten Blätter auszubilden, wird in Gewächshäusern durch verdunkelnde Folien die Tageslänge künstlich verkürzt.

Durch Züchtung gibt es mittlerweile nicht nur leuchtend rote Weihnachtssterne. Das Spektrum reicht über lachsfarbene bis weiße Blätter. Alle weiteren Farben werden nur durch einfärben erreicht.

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